Wir sind die Raiffeisenbank Roth-Schwabach eG

Vertreterversammlung ...

... und goldene Ehrennadel für Helmut Glenk.


 Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank — Harte Kritik an der EZB

(mit freundlicher Genehmigung der Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung - Titelfoto Robert Unterburger)


  LANDKREIS ROTH/SCHWA­BACH — Auf ein äußerst erfolgrei­ches Jahr 2015 konnte Vorstandsvor­sitzender Dr. Carsten Krauß in sei­nem Lagebericht bei der Vertreterver­sammlung der Raiffeisenbank Roth-Schwabach in der Kulturfabrik in Roth zurückblicken. Trotz schwieri­ger Rahmenbedingungen, vor allem hervorgerufen durch die Niedrigzins­politik der EZB, könne die Raiffeisen­bank Roth-Schwabach ein starkes und gesundes Wachstum verzeichnen.
 
Nach der Begrüßung durch Auf­sichtsratsvorsitzenden Uwe Feser blickte Dr. Carsten Krauß auf das Jahr 2015 zurück: „Wir sind stolz auf unsere Raiba-Familie, sie hat eine tolle Teamleistung trotz großer Anfor­derungen erbracht.“ Die Bilanzsum­me von 36 Millionen Euro verzeichne ein weiterhin starkes und gesundes Wachstum von 4,6 Prozent.
  Erfreulich sei die deutliche Steige­rung von 7,8 Prozent bei den Kunden­krediten (Steigerung um 33 Millionen Euro) und der spürbare Ausbau der Marktanteile. „Die Kreditfabrik brummt“, sagte der Vorstandsvorsit­zende. Auch die Verbund-Kredit­bilanz verzeichne ein Rekordwachs­tum von 8,6 Prozent und habe eine Erhöhung um 44 Millionen Euro er­reicht. Die Steigerung bei Wohnungs­baudarlehen betrage 10,4 Millionen Euro, das sei eine Steigerung von 17,2 Prozent.
 
 Wohin mit dem Geld?

  „Nach wie vor verzeichnen wir einen guten Zuwachs bei den Kunden­geldern, jedoch fragen die Kunden: Wohin mit dem Geld? Spielt der Zins künftig noch eine Rolle?“, erklärte Dr. Krauß. Als „gute Antworten auf die Niedrigzinsphase“ nannte der Vor­standsvorsitzende einen „leistungs­fähigen Finanzverbund“, wobei Ver­sicherungen und Wertpapiere beson­ders gefragt seien.
 
 Deutlicher Kundenzuwachs

  „Der Genossenschaftsgedanke liegt voll im Trend“, freute sich Krauß, „wir haben einen erfreulichen Mitglie­derzuwachs von 2,4 Prozent bei 13591 Mitgliedern und das ist ein hohes Ver­trauenskapital.“ Auch der Kunden­zuwachs sei mit einem Plus von 9,2 Prozent so hoch wie noch nie. So seien 1691 Neukunden zur Raiba Roth-Schwabach gestoßen. „Wir schaffen es, Menschen und Unternehmen in der Region zu mobilisieren - sehr oft über Empfehlungen“, lautete das Fazit des Vorstandsvorsitzenden. Auch bei den bilanziellen Eigenmitteln habe man eine signifikante Steigerung erreicht.
  Nach dem Frühjahrs-Konjunktur­bericht der IHK floriere die Wirt­schaft in Mittelfranken. Die Betriebe seien hochzufrieden und wollten deut­lich mehr investieren. Der Landkreis Roth und die Stadt Schwabach seien nach wie vor eine attraktive Wirt­schaftsregion mit niedriger Arbeits­losenquote, einem robusten Mittel­stand, einer stabilen Bevölkerungsent­wicklung sowie guten Einkommens­und Vermögensverhältnissen. Aller­dings machten sich ein rückläufiges Investitionsverhalten, wenig Neugrün­dungen und ein starker Trend zur Überalterung bemerkbar.
  „Das Kernproblem ist die drama­tisch sinkende Zinsentwicklung auf dem Geld- und Kapitalmarkt“, erklär­te Dr. Carsten Krauß, „die Aktien­marktentwicklung ist seit Januar 2015 hoch schwankend und oft ner­vös, bietet aber Chancen.“ Stolz berichtete er, dass die Raiba Roth-Schwabach im November 2015 Branchensieger beim „2.Schwaba­cher Kundenspiegel“ geworden sei, bei dem alle Banken miteinander ver­glichen würden. „Wir wollen den Mit­telstandsgedanken forcieren“, gab der Vorstandsvorsitzende die Richtung für die Zukunft vor.
  „Wir sind erstmals Nummer eins in Bayern in unserer Bilanzsummengrö­ße bei der Prämierung der Top-Ban­ken im Förderkreditgeschäft gewor­den“, freute sich Dr. Krauß, „die Ehrung findet am Donnerstag, 30.Juni, in Ingolstadt statt.“ Bei der Geschäftsstellenstrategie seien Korrekturen nötig, die aber mit Maß und Ziel durchgeführt würden. So schlossen zum 24. März 2016 die Raiba-Filialen in Regelsbach und Was­sermungenau. Aktuell entstehe ein „Raiba-Center“ in Schwabach in der Wendelsteiner Straße 6, der 2018 fer­tig sein soll.
 
 Krauß: „Perverse Geldpolitik“

  Hart ins Gericht ging Dr. Krauß mit der Niedrigzinspolitik von Mario Draghi von der EZB, die Europas Wirtschaftsordnung massiv gefährde. Bezirkspräsident Manfred Geyer attes­tierte der EZB gar eine „perverse Geldpolitik“: „Sie geht zu Lasten der Sparer und Anleger und ist eine schlei­chende Enteignung.“ „Ich bin sehr beeindruckt über den Lagebericht 2015. Die Raiffeisenbank ist gut aufgestellt“, lobte stellver­tretender Landrat Walter Schnell in seinem Grußwort. „Sie haben vorbild­lich und gemeinschaftlich gearbeitet ­im Gegensatz zu jenen Banken, die Schuld an der Finanzkrise haben“, so Schnell weiter. „Sie sichern Arbeits­plätze, investieren in die Region und zahlen in der Region Steuern. Ich wün­sche, dass wir in absehbarer Zeit eine vernünftige Zinsspanne bekommen.“ Auch der Rother Bürgermeister Ralph Edelhäußer lobte Mitarbeiter und Jahresergebnis 2015 der Raiffei­senbank Roth-Schwabach. In unserer Region, so der Rother Rathauschef, stimmten noch die Rahmenbedingun­gen und man sei bodenständig.
  In seinem Bericht über die gesetz­liche Prüfung stellte Aufsichtsratsvor­sitzender Uwe Feser fest, die Vermö­genslage der Bank sei solide. Die Raiff­eisenbank Roth-Schwabach habe ihre Marktposition spürbar ausbauen kön­nen.
  Einstimmig wurde beschlossen, 3,5 Prozent Dividende des Bilanzgewinns (rund 350 000 Euro) an die Mitglieder auszuschütten.
  Turnusgemäß schieden Helmut Glenk und Robert Nolte aus dem Auf­sichtsrat aus. Neu in den siebenköpfi­gen Aufsichtsrat wurden Werner Küb­ler und Robert Nolte (Wiederwahl) berufen.

Die "Goldene" für Glenk.


 Mit der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Raiffeisenverbandes wurde
 Helmut Glenk
(li.) aus Hofstetten bei Roth ausgezeichnet. Er war 41 Jahre als Aufsichtsrat tätig, von 1975 bis 1976 bei der Raiffeisenbank Eckersmühlen, von 1976 bis 1987 bei der Raiffeisenbank Roth-Eckersmühlen, dabei von 1980 bis 1987 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, seit 1987 bei der Raiffei­senbank Roth-Schwabach. Von 1980 bis 1987 war er Mitglied im Kreditaus­schuss. Mit stehenden Ovationen dankten die Mitglieder der Vertreterver­sammlung dem aus Altersgründen ausscheidenden Aufsichtsrat, der auch Ortsobmann des Bauernverbands, Beirat der Saatkartoffelerzeugervereini­gung Mittelfranken und Ortsvertreter der Milcherzeugergemeinschaft Nord­bayern war. Bezirkspräsident Manfred Geyer (re.) würdigte die Verdienste, die sich Helmut Glenk erworben hat. Foto: Unterburger